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Persönliches Lifestyle Blogazine für Eltern & Nicht-Eltern

#BloggerFuerFluechtlinge // Helfen, statt wegschauen

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Als frischgebackene Eltern können wir uns die Bilder der Flüchtlingsfamilien, die seit vielen Wochen in den Medien umhergehen, kaum anschauen. Jedes Schicksal ist ein Einzelschicksal und bewegt uns zu tiefst. Der Gedanke daran, dass wir innerhalb von wenigen Minuten nur mit dem nötigsten Gepäck und unserem Baby unter dem Arm, unser Zuhause verlassen müssten ... nicht auszuhalten.

Umso aggressiver machen uns dann Kommentare, Beiträge und Bilder von Menschen, die nicht einsehen (wollen), dass diese erschöpften Männer, Frauen und Kinder keine andere Wahl hatten als ihr Land zu verlassen, um woanders unterzukommen. Dieses "Woanders" ist im Moment hier bei uns in Deutschland. Einem der reichsten und mächtigsten Länder dieser Erde. Was spricht eigentlich dagegen eine helfende Hand zu reichen? Was spricht eigentlich dagegen ein bisschen von unserem Wohlstand abzugeben? Nichts!

Laut Innenminister Thomas de Maizière werden in diesem Jahr knapp 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Sie alle fliehen um ihr Leben, sind schwer traumatisiert und werden sich im schlimmsten Fall nie wieder davon erholen. Nun geht es darum, dass WIR ALLE Courage zu zeigen und helfende Hände reichen. Denn was diese Menschen im Moment brauchen, ist Sicherheit und die Unterstützung beim Aufbau in ein neues Leben. Unsere zweite Aufgabe ist es, gegen Vorurteile und Hetzerei aufzustehen und dieser "Dummheit" keine Bühne zu bieten.

Es gibt aktuell viele tolle Kampagnen und keine Ausrede mehr, nicht aktiv zu werden. Wir wohnen nur einen Kilometer vom Lasego in Berlin entfernt. Nur 1000 Meter getrennt von Menschen, die wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben so bitter Hilfe benötigten, weil sie alles verloren haben. Was für eine absurde Vorstellung - wie nah Glück und Unglück beisammen liegen kann.

Wir bitten euch: Schaut nicht weg, sondern helft. Wenn es euch finanziell oder zeitlich nicht möglich ist, dann zeigt verbale Bereitschaft und seid nicht sprachlos, wenn jemand in eurem Bekannten- oder Freundeskreis schlechte Stimmung gegen Flüchtlinge verbreitet. Schweigt nicht, sondern klärt auf! Sitzt nicht rum, sondern steht auf!

„Es ist eine traurige Tatsache: Man muss das Menschliche und die Menschlichkeit immer gegen die Menschen verteidigen.“ (Jakob Boßhart)

Für jeden von uns, gibt es verschiedene Möglichkeiten zu helfen. Wir selbst spenden Kleidung - von uns und unserer Tochter an die Organisation Moabit hilft!. Hier mal ein paar Aktionen, die ihr unterstützen könnt.

#BloggerfuerFluechtlinge

Blogger für Flüchtlinge ist eine Initiative von Nico LummaStevan PaulKarla Paul und Paul Huizing.

Was die #BloggerFuerFluechtlinge möchten?

Sie wollen Augen öffnen. Niemand soll mehr wegschauen.
Sie versuchen gemeinsam die Flüchtlingshilfe zu unterstützen.

Wenn du aktiv helfen möchtest, gibt es viele Möglichkeiten!

#Moabithilft

Moabit hilft! setzt sich seit September 2013 für eine solidarische und unterstützende Nachbarschaft ein. Seitdem wird das ehemalige Vermessungsamt in Moabit als Notunterkunft für ca. 150 Geflüchtete und Asylsuchende genutzt. Dort sind ehrenamtliche Helfer/innen rund um die Uhr im Einsatz. Übernehmen das, was normalerweise der Staat leisten sollte.

Auszug aus der Bedarfsliste von „Moabit Hilft“:

  • Geldspenden für Taxis
  • Fahrkarten BVG (2 Stunden Tickets AB)
  • SIM Karten Lebara
  • Smartphones mit Ladekabel
  • Gutschein DM

# RefugeesWelcomevon Deichkind

Auf dem Echo haben Deichkind damals mit ihren #RefugeesWelcome Trainingsanzügen für aufsehen gesorgt. Jetzt gibt es sie endlich zu kaufen. „Der komplette Gewinn geht an ProAsyl.“

#ProAsyl: Karte, wie und wo kannst du helfen?!

Die Blogrebellen haben mit diesem Artikel eine sehr gute Hilfe zur Hilfe erstellt. Super gut auch, die darin verlinkte Karte. Auf dieser sind Vereine und Orte verlinkt, in denen ihr euch ehrenamtlich engagieren könnt. Dies gilt nicht nur für Berlin.