ohwego

Persönliches Lifestyle Blogazine für Eltern & Nicht-Eltern

2016 // Danke für Nichts, Danke für Alles

Kolumne, LifestyleMareenComment
IMG_0420.JPG

Ehrlich gesagt, war dieses Jahr kein einfaches. Dennoch war es vollgepackt mit vielen großartigen Ereignissen. Es war das Jahr der kleinen Glücksmomente. Momente, in denen kurz die ganze Anstregung von uns abfiel und wir einfach kurz glücklich waren. Im Zeitraffer betrachtet, sind die vergangenen 365 Tage so schnell vergangen wie noch nie zuvor. 2016, wo bist du geblieben?

Waren wir im letzten Jahr zu Silvester noch in Stockholm, war ich drei Wochen später schon erneut schwanger. Neun lange Monate, die nicht immer easy waren. Nein, sie waren zum Teil so furchtbar anstrengend, dass ich mich oft gefragt habe, ob wir nicht bei Sinnen waren als wir beschlossen, nochmals Eltern zu werden. Diese furchtbare Übelkeit kombiniert mit einer endlosen Grippe, die über Wochen andauerte. Schlaflosigkeit, Erschöpfung und und und ... Hallejulia!

Hedi entwickelte sich in diesem Jahr zu einer kleinen Rakete, die mit ihrer wilden Entschlossenheit sicherlich zu einigen neuen Falten und grauen Haaren beitrug. Schwanger, Kleinkind, Selbstständig und dann der Blog, der auch mit Leben gefüllt werden möchte ... Der Spagat zwischen all diesen Verpflichtungen, Aufgaben und Leidenschaften war nicht immer einfach. Oft hatte ich das Gefühl, in jeder meiner Rolle nur 60 anstatt 100 Prozent geben zu können. Und ja, dann sind da noch wir: Das Ehepaar, Mann und Frau, Freund, Freundin und ganz am Ende das eigene Ich.

Ein von ohwego (@ohwego) gepostetes Foto am

Letzteres fällt oft hinten über, denn an erster Stelle stehen immer unsere wundervollen Kinder. Dann der Job, schließlich muss Geld verdient werden. Und als Selbsständige interessiert sich niemand für Schwangerschaftsübelkeit, Grippe oder andere Belange. Geld kommt nur rein, wenn gearbeitet wird. Die Kunst ist eben immer wieder die Gleiche: Jammern, vielleicht auch mal kurz heulen, Krone richten und weiter machen. Und genauso fühlte sich 2016 an.

Beruflich lief einiges nicht so gut wie geplant. Projeke, für die ich gekämpft hatte, platzen kurz bevor die Umsetzung begann. Das kann passieren und ich weiß, dass es genau diese "Niederlagen" sind, aus denen man gestärkt hervorgeht. Schaut man sich aber an, was in den letzten Monaten auf der Welt alles passiert ist, sind die eigenen Probleme plötzlich ganz klein und bedeutungslos. Und ich fange an, mich zu schämen für das Gejammere.

In der letzten Zeit reflektiere ich unser Leben stärker als je zu vor. Das fängt beim Konsum an und hört beim täglichen Meckern über Kleinigkeiten auf. Muss das Paar Schuhe wirklich sein? Ist es nicht egal, ob wir das dritte Mal die Woche Nudeln essen? Na und, dann sieht es hier eben mal aus wie Sau! Wen stört das schon? Wichtiger ist, dass wir uns haben, zusammen lachen und Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Es gibt Menschen auf der Welt, die würden alles geben, um nur ein bisschen von dem zu haben was wir für selbstverständlich halten.

Das aller aller Schönste in diesem Jahr war aber wohl, dass wir als Familie nun endlich komplett sind. Mit der Geburt unseres kleinen wundervollen Sohnes ist uns das Glück zum zweiten Mal sprichwörtlich in den Schoß gefallen. Und ich bin unendlich dankbar dafür, dass wir das nochmal erleben durften. Unsere Kinder geben mir eine Stärke, von der ich vorher nie zu träumen gewagt habe. Die Liebe für diese kleinen Erdenbürger ist unendlich.

Ein von ohwego (@ohwego) gepostetes Foto am

Sie sind zwar wahrscheinlich auch der ausschlaggebende Punkt, warum dieses Jahr für mich bzw. uns so hart war. Aber sie wachsen, werden größer und brauchen nicht ständig Mama oder Papa an ihrer Seite. Zwar wird  das noch eine ganze Weile dauern, aber wir wachsen zusammen mit ihnen. Wir leben erst seit zwei Jahren in dieser nun Doppelrolle als Eltern, da macht man Fehler, darf kurz mecken oder auch mal verzweifelt sein. Das größte Glück ist es dennoch zu sehen, wie die Kinder Tag für Tag und wir als Familie voneinander lernen.

2017 wird wahrscheinlich auch nicht unbedingt anders als dieses Jahr. Meine Erwartungen sind klein. Viel wichtiger ist, das wir als Familie zusammenhalten, die schönen Momente miteinander genießen und ab und zu mal die Beine hochlegen dürfen. Für alles andere bleibt (hoffentlich) noch so viel Zeit.

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten und euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir sind ab dem 9. Januar wieder für euch da. Bis dahin geht es auf Instagram weiter!

❤