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Alles anders? // Die zweite Schwangerschaft und meine Vorsätze

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Das zweite Mal schwanger und alles anders? Fehlanzeige! Mein Körper kennt diesen Zustand "Schwanger sein" wohl noch zu gut vom ersten Mal. Denn bislang verläuft die jetzige zur vorigen exakt gleich. Woche für Woche vergleiche ich die Daten im Mutterpass mit denen von vor zwei Jahren. Und was soll ich sagen: Von der Gewichtszunahme bis zum Bauchumfang gleicht sich alles beinahe auf den Tag genau.

Auch die Übelkeit machte die ersten drei Monate keinen Halt (wie es mir erging, lest ihr hier) und ließ mich wieder wochenlang glaube, dass ich dem Tode näher bin als dem Leben. Dabei wünschte ich es mir so sehr, dass diesmal alles ein bisschen anders wird. Vielleicht mal keine Übelkeit, geringere Gewichtszunahme und weniger übertriebenes Baby-Shopping.

5 Vorsätze für die zweiten Schwangerschaft und was daraus wurde:
 

1. Weniger Kilos am Ende. Nachdem alle Kilos der ersten Schwangerschaft wieder weg waren, wollte ich diesen Kampf eigentlich nicht erneut aufnehmen. Deshalb hatte ich mir fest vorgenommen, diesmal noch mehr auf mein Gewicht zu achten. Bei Hedis Schwangerschaft hatte ich natürlich auch nicht alles wahllos in mich reingestopft, aber dennoch zeigte die Wage am Ende 22 Kilo mehr an. Und auch diesmal kam in der sechsten Woche die Übelkeit, die beim kleinsten Hungergefühl noch schlimmer wurde und das hieß: Essen. Danach kam die Unterzuckerung, wenn es mal drei Stunden nichts gab und das hieß: Futtern. Und so bin ich nun im 7. Monate bei staatlichen 10 Kilo mehr. Dass das dicke Ende noch kommt, brauche ich euch nicht zu verraten.

2. Nicht so viele Schwangerschaftsklamotten shoppen. Tatsächlich habe ich aus der ersten Schwangerschaft alle Klamotten ganz brav aufgehoben. Da ich eher eine Sommerschwangere war, passen diese tatsächlich auch zu der jetzigen Jahreszeit noch. Diesmal hatte ich aber viel viel später Lust auf die Umstandsfummel und habe eigentlich erst ab dem 5. Monate angefangen meine alten Klamotten wegzulegen. Da einige Teile von vor zwei Jahren aber schon ziemlich verwaschen waren, mussten natürlich auch wieder neue her. Und so füllt sich seit ein paar Wochen unser Ankleidezimmer mit Bergen von Umstandsmode - teilweise auch aus Frust, denn die Waage ... Ja, die gottverdammte Waage lügt doch jeden Tag aufs Neue.

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3. Den Stichtag geheim halten. Ist es schon da? Eine Frage, die am Ende echt nerven kann. Bei Hedi war ich neun Tage über dem Termin. Dabei war ich der Meinung, dass sie mit Sicherheit schon 10 Tage früher auf die Welt kommen würde - warum auch immer. Also rief ich oftmals in den Raum "Anfang bis Mitte Oktober". Dass die Maus dann erst am 21. Oktober das Licht der Welt erblicken würde, war eine harte Geduldsprobe. Da ich ganz schlecht Geheimnisse für mich behalten kann, habe ich natürlich schon den Termin ihres Brüderchens ausgeplaudert. Aber mit der Betonung, dass er sich wahrscheinlich auch wieder ein paar Tage länger Zeit lässt.

4. Zurückhaltung beim Kauf von Babysachen. Gibt es eigentlich etwas, was mir bis dato bei meinen Vorsätzen gelungen ist? Ja! Und zwar bin ich diesmal nicht gleich - quasi noch mit Schwangerschaftstest in der Hand - losgelaufen, um Babyklamotten und -accesoires zu kaufen. Nein, ich habe mich bis vor ein paar Tagen gezügelt bzw. gar nicht den Drang danach verspürt. Erst auf Simons Drängen hin sind wir los, um dann sämtliche Zaras, H&Ms, C&As leer zu kaufen. Diesmal wussten wir natürlich genau, was wir brauchten. Zu viel geworden ist es trotzdem, denn an diesen winzigen Stramplern kommt man einfach nicht vorbei. Auch nicht beim zweiten Mal. Und da es diesmal ja ein Junge wird, ist eh alles anders. Nachtrag: Man findet auch grundsätzlich immer etwas für das Erstgeborene.

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5. Die Schwangerschaft mehr genießen. Im Grunde genommen bin ich eine Heulsuse. Denn zum Glück bin ich von ernsten Krankheiten weit entfernt und das Baby wächst und gedeiht ganz brav. Doch bin ich auch nur eine Frau und oft ziemlich wehleidig. Und so jammere ich ständig rum, weil die Waage zu viel anzeigt oder mein Kreislauf rumspinnt. Dabei sollte ich versuchen, die wahrscheinlich letzte Schwangerschaft meines Lebens, in vollen Zügen zu genießen. Aber letztlich kann man doch nicht aus seiner Haut und so ist der Umstand "Schwanger" eben nicht mein Lieblingszustand. Ich freue mich eher auf das danach. Denn Muttersein, das liebe ich über alles. <3