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Baby Bump Fazit // 37 Wochen zum zweiten Mal kugelrund

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Als ich heute Morgen auf mein Handy blickte, konnte ich es kaum glauben. Wir haben September und damit nähert sich meine zweite (und wahrscheinlich letzte) Schwangerschaft dem Ende. Woche 37 sagt die iMamaiPapa App, auf die ich eigentlich nur geschaut habe, wenn mich jemand gefragt hat, in welchem Monat ich mich gerade befinde.

Während ich mich in der ersten Schwangerschaft über jede Entwicklung des Babys mit Hilfe von drei verschiedenen Apps und einer Menge Literatur auf dem Laufenden hielt, lief das diesmal etwas anders oder besser gesagt: Gar nicht. Es heißt ja nicht umsonst "Das Zweite läuft einfach mit". Und dieser Prozess beginnt schon innerhalb der 10 Monate im Bauch. Nachdem die schlimmen Wochen mit Übelkeit hinter mir lagen, ging das normale Leben einfach weiter.

Beim ersten Baby wird jede kleinste Veränderung auf die Goldwaage gelegt, sorgt jedes Zwicken und Zwacken im Bauch für Unruhe und Angst und generell gibt überhaupt kein anderes Thema mehr als die Schwangerschaft und bevorstehende Geburt. Am Ende liegen dann die Nerven blank und man möchte einfach nur sein Baby in den Händen halten.

Ich bin froh, dass dieser Zustand beim Zweiten nicht mehr so ist, denn letztlich ist der Stress einfach nur furchtbar und geht einem irgendwann selbst auf die Nerven. Bei mir war es zu mindestens so. Die Entspanntheit der jetzigen Schwangerschaft hätte ich mir schon damals gewünscht. Das betrifft vor allen Dingen auch die Themen Vorsorgeuntersuchungen, Schwangerschaftskurse oder Nahrungsmittel.

Ich kann es nicht leugnen, man nimmt es einfach lockerer. Und so wanderte das ein oder andere Mozarellabrot in meinen Mund und der Heißhunger wurde öfters mit Salami gestillt. Auch das lästige Ölen meines immer dicker werdenden Bauches habe ich mir erspart. Denn letztlich hat es beim ersten Mal auch nicht verhindert, dass ein paar Dehnungsstreifen dazu gekommen sind. Hier bin ich überzeugt: Entweder kriegt man sie oder nicht. Kein Wunderöl und auch keine Mama-Creme der Welt kann die bösen Dinger aufhalten. Und bisher sind ohne jegliche Zuwendung tatsächlich keine neuen Streifen dazugekommen.

Letzte Woche habe ich meine Vorsorgetermine der ersten mit der jetzigen Schwangerschaft verglichen. Und es sind fünf Termine weniger mit meiner Hebamme. Nicht aus Fahrlässigkeit, sondern weil ich eben weiß, was passiert. Die Vorgänge sind nicht neu und ich traue mir zu, selbst zu merken, wenn etwas nicht stimmen sollte.

Zudem hatte ich viel weniger Wehwehchen als beim ersten Mal. Keine Ischiasbeschwerden bis zur Beweglosikeit, denn mein Körper kennt diesen Vorgang scheinbar schon. Ein paar Beckenschmerzen, der Watschelgang und andere Kleinigkeiten habe auch dieses Mal, aber man kneift einfach die Pobacken zusammen und weiß, dass das alles auch wieder vorbei geht. Und wenn man sich dann doch mal auf die Couch legen möchte, um zu jammern, kommt spätestens der erste Raketenkäfer nach 10 Minuten um die Ecke und verlangt: "Mama, spielen!"

Überhaupt war meine Tochter für all die kleinen Ängste, Stimmungsschwankungen und Wehwehchen in den vergangenen Monaten die beste Medizin. Sie hat mir gezeigt, dass es immer irgendwie geht. Viel zu oft denkt und zu schnell man nämlich: Ich kann nicht mehr. Jetzt brauche ich endlich Ruhe. Aber Fehlanzeige! In uns Mamas steckt das Wunder der Energie und wir haben noch so viele Reserven, von denen wir gar nicht wussten, dass es sie gibt.