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Baby hoch 2 // Wenn Papa zum zweiten Mal Vater wird

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Vor knapp zwei Jahren hat sich mein Leben von Grund auf verändert. Als am 21. Oktober 2014 um 22:14 Uhr meine Tochter Hedi das Licht der Welt erblickte, war es schlagartig um mich geschehen. Nichts war wie zuvor und die bedingungslose Liebe traf mich wie ein Blitz. Die Abende in trauter Zweisamkeit waren gezählt. Von nun an waren wir zu dritt und das war bis dahin auch die beste Entscheidung meines gesamten Lebens.

Ich war so stolz und überglücklich. Rückblickend betrachtet, fühlte sich das ein bisschen so an, als wäre ich in einen Topf mit Zaubertrank gefallen. Viele Probleme wurden mit einem Mal zu Nichtigkeiten und der eigene Blick aufs Wesentliche verändert sich immens. Ich hätte nie geglaubt, dass ein Kind das eigene Leben dermaßen auf den Kopf stellen kann.

Nun werde ich in wenigen Wochen zum zweiten Mal Vater. Und wieder bin wieder gespannt und aufgeregt, auch wenn ich in den letzten zwei Jahren reichlich vaterschafltiche Erfahrungen sammeln durfte. Die Ankunft unseres zweiten Kindes bleibt spannend bis zuletzt.

In unserem Bekanntenkreis gibt es nicht wirklich viele Familien mit zwei Kindern, daher frage ich mich schon ab und zu, wie das mit Geschwistern wohl wird. Hedi steht kurz vor ihrem zweiten Geburtstag und ist momentan erst mal aus dem Gröbsten raus. Sie kann laufen, klettern und rennen wie der Wind und ist somit kein Tragling mehr, den man den halben Tag umher schleppen muss. Des weiteren hat sie seit einigen Monaten die Sprache entdeckt und erzählt seitdem von morgens bis abends ohne Punkt und Komma. Diese beiden Entwicklungsschritte machen Hedi schon jetzt zu einem völlig eigenständigen Teil unserer Familie. Dadurch werden Mama und Papa auch erheblich entlastet und können ganz anders im Alltag agieren.

Nun sind es nur noch wenige Wochen, die mich unmittelbar von meinem Sohn und seiner Geburt trennen. Ich fiebere schon sehnsüchtig dem (angeblich) errechneten Geburtstermin entgegen und alle Vorbereitungen sind soweit getätigt.

Wie wird mein Sohn wohl sein? Ist er genau so aktiv und aufmerksam wie Hedi? Welche Farben werden seine kleinen Augen haben? Werden sich die beiden auch gut verstehen? Wie ist eigentlich so ein Familienleben zu viert? Haben Mareen und ich dann noch weniger Zeit für einander?

Diese und noch tausend andere Fragen geistern schon seit Monaten durch meinen Kopf. Die Antworten wird es wohl erst nach der Geburt geben, soviel ist sicher.

Doch über einen Umstand bin ich mir schon jetzt im Klaren. In dem Moment, wo ich meinen kleinen Sohn in den Armen halten darf, werden sich alle Fragen in Luft auflösen und ich werde mich erneut wie der glücklichste Mensch auf Erden fühlen.