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Lesestoff für werdende Mamas // Das Geburtsbuch von Nora Imlau

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Sich auf eine Geburt vorzubereiten, geht das überhaupt? Na klar - sagen die einen. Absolut gar nicht - sagen die anderen. Ich denke, genau dazwischen liegt die Wahrheit. Als bereits Mama einer Tochter, weiß ich schließlich ein bisschen wovon ich rede.

Hedis Geburt erwies sich laut Hebamme als "Traumgeburt". Innerhalb von sieben Stunden kam unser Mädchen auf natürlichem Wege zur Welt. Und das geschieht heute in Deutschland bei nur 5 Prozent aller Geburten. Viel zu schnell sind Ärzte im Einsatz oder geben Mütter auf, weil die Erleichterung in Form einer PDA ja so nahe liegt. Dabei sind wir Frauen doch von Natur aus dafür geschaffen, zu gebären und das möglichst selbstständig.

"Das Geburtsbuch: Vorbereiten - Erleben - Verarbeiten" von Nora Imlau beschreibt diesen Weg der selbstbestimmten Geburt und auch die nicht unwichtige Vorbereitung und Nachsorge auf eine emotionale und einfühlsame Art und Weise. Sie selbst ist dreifache Mama und spricht sich für natürliche Geburten aus.
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Sie zeigt in ihrem Buch, gespickt mit beeindruckenden Fotos, aber auch auf, was es noch für Möglichkeiten gibt. Sie ist davon überzeugt, dass jede Schwangere dort ihr Kind zur Welt bringen sollte, wo sie sich am sichersten fühlt. Und damit hat sie letztlich auch komplett recht. Je nach Emotion der Frau ist es natürlich so, dass die eine sich Zuhause am wohlsten fühlt, die andere mag Geburtshäuser oder geht lieber in eine Klinik.

"Es wird nicht nur das Kind durch die Mutter geboren, sondern auch die Mutter durch das Kind." Gertrud von le Fort
 

Wie schon vor Hedis Geburt, greife ich auch diesemal zur Vorbereitung auf Literatur und meine Hebamme, die mich seit der 6. Schwangerschaftswoche begleitet, zurück. Ich bin einfach nicht der Geburtstvorbeitungskurstyp. Zu viele hysterische Mütter, die nur darauf warten sich mit Horrorstories, die sie irgendwo mal gehört haben, auszutauschen.

So war ich schon früher. Lernen in der Gruppe konnte ich nie leiden. Ich bin gern für mich - ganz strebermäßig und pauke allein. Und genauso möchte ich auch mein Kind zur Welt bringen: Mit mir allein im Einklang. An der Seite meines Mannes und meiner Hebamme. Eine ganze Schaar von weißen Kitteln und eine Armada von Hebammen würde mich nur aus dem Konzept bringen.

Um sich für seinen ganz eigenen Geburtsweg zu entscheiden, kann dieses Buch ein wertvoller Ratgeber sein. Mir gefällt vor allem der dort vorgeschlagene Geburtsplan, den jede Frau für sich ganz allein vor der Geburt ihres Kindes einmal anfertigen sollte. Dieser kann einem das Gefühl geben, mehr Kontrolle über den eigenen Körper zu haben und später zufriedener mit den Geburtserlebnis zu sein.

Als baldige Zweitmama hat das Buch - obwohl es wahrscheinlich eher für Erstgebärende gemacht ist - geholfen, mir nochmals die Wichtigkeit meiner eigenen Entscheidungskraft vor Augen zu halten. Auch sich den ersten Geburtsablauf erneut in Erinnerung zu rufen und sich zu fragen: Was hat mir gut gefallen? Was würde ich heute anders machen? Und was, wenn diesmal alles ganz ganz anders kommt?

Denn schließlich gleicht keine Geburt der anderen und neben all der Vorbereitung ist da immer noch der Faktor "Unbekannt" und die medizinische Notwendigkeit im Falle eines Falles. Dennoch gehe ich erneut positiv an die ganze Sache ran. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass das Geheimnis der Geburt in jeder Frau selbst steckt.

Dieser Artikel wurde gesponsert vom Beltz Verlag.