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Oh Happy Day // Familienfest und Taufe an der Ostsee

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In der dritten Mai-Woche war es auf unserem Blog etwas stiller als sonst. Das hatte seinen Grund, denn wir wollten einfach mal wieder komplett für uns sein. Grund dafür war Hedis Taufe, die nicht in Berlin, sondern im Ostseebad Ahrenshoop stattfand. Im letzten Jahr habe ich euch ja schon einen Einblick in die Einladungskarten gewährt, nun möchte ich mit euch auch ein paar Erinnerungen teilen.

Warum wir die Taufe ausgerechnet an der Ostsee machen müssen, hatten uns viele gefragt. Ganz einfach: Wir verbrachten im letzten Jahr dort mit Hedi unseren ersten gemeinsamen Sommerurlaub und verliebten uns sofort ins diesen wunderbaren Ort. Die kleine Schifferskirche und die malerische Umgebung ließen uns nicht lange zweifeln: Hier sollte unsere Tochter eines Tages getauft werden. Und da ich ein waschechter Fischkopf bin, war es auch ein schönes Gefühl, solch einen Anlass in der Heimat auszurichten.

Knapp ein Jahr später war es dann am Pfingstsonntag soweit. Der Wettergott meinte es gut mit uns und anstelle des angekündigten Regens wurden wir mit Sonnenschein an der Kirche empfangen. Die Zeremonie der Taufe dauerte knapp eine Stunde. Sie war nicht in einen üblichen Gottesdienst mit eingebunden, sondern ganz privat nur für die Familie und Freunde.

Gemeinsam mit dem Pfarrer haben wir vorab das Programm gestaltet und darauf geachtet, dass die Anwesenden integriert sind. So haben Hedis Taufpaten kleine Gedichte vorgetragen, die Oma Psalme gelesen, Tante und Opa das Taufwasser ins Becken geschüttet und Simon die Fürbitten gesprochen. Auch ich musste auf Bitten des Pfarrers einen Text vorlesen, der unter meinen Tränen wahrscheinlich nicht zu verstehen war.

Meine Ängste, dass Hedi bei der Zeremonie nicht ausgeschlafen ist oder schlechte Laune haben könnte, lösten sich schnell in Luft auf. Madame genoss die Aufmerksamkeit und klatschte fröhlich beim Gesang und badete ihren Schnuller mit großem Eifer im Taufbecken. Momentan kommt sie am kühlen Nass einfach nicht vorbei. Ahrenshoop war also genau der richtige Ort für ihre Taufe, denn ihre Faszination für Wasser kennt keine Grenzen.

Nach der Taufe ging es mit der Pferdekutsche durch das Fischerdorf, welches in Mitten der Ostsee und des Bodden liegt. Das war nach der emotionalen Zeremonie eine gelungene Abwechslung, um ein bisschen von der Tränendrüse herunterzukommen und der Taufgemeinde zu zeigen, warum wir ausgerechnet Ahrenshoop gewählt haben. Ein traumhafter Ort und noch nicht so überlaufen wie die meisten Ostseebäder in Mecklenburg-Vorpommern.

Kutscher Andreas Völkner setzte uns dann beim Hotel Künstlerquartier Seezeichen ab. Ein liebevoll geführtes 4-Sterne-Hotel des Ehepaares Kröger. Dort gab es für die Gäste dann einen kleinen Empfang mit Rosé Champagner (den ich natürlich nicht trinken konnte) und ein liebevoll dekoriertes Kuchenbuffet. Auch hier haben wir uns vorher mit dem Hotel abgestimmt und unsere Vorstellungen mitgeteilt. Wir wollten alles andere als rosa Babyschühchen oder sonstigen Kitsch. Ich denke, das ist dem Hotel wunderbar gelungen.

Hedi war jedenfalls im Kuchenhimmel und als wir danach ein paar Luftballons in den Himmel stiegen ließen, war ihre Freunde ungebändigt. Ja, es war ihr Tag und diesen hat sie in vollen Zügen genossen. Auf die Frage, ob man sein Kind als Baby oder Kleinkind taufen lassen sollte, würde ich wahrscheinlich nun immer letzteres antworten. Es war super schön mit anzusehen wie unser Raketenkäfer die Eindrücke aufgesogen hat. Sie ist eben eine kleine Rampensau und hätte einiges verpasst, wenn wir die Feier kurz nach ihrer Geburt gemacht hätten.

Ganz lieben Dank an Fotografin Birgit Döring für deine tollen Fotos und deine liebevolle Art,
die wichtigsten Momente bei der Taufe einzufangen.