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Persönliches Lifestyle Blogazine für Eltern & Nicht-Eltern

Tränenreicher Abschied // Wenn uns der Trennungsschmerz übermannt

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Eigentlich dachte ich immer, dass ich nicht der Typ für sowas sei. Nicht das ich emotional jemals abgestumpft war oder meine Gefühle nicht im Griff hätte. Dennoch dachte ich, dass Trennungsschmerz nur in Hollywoodfilmen seinen Platz und nichts in meiner Realität zu suchen hat. Falsch gedacht!

Je älter meine kleine Hedi wird und je länger sie bei uns ist, desto schwieriger fällt es mir, mich von ihr zu trennen. Das mag jetzt komisch klingen, aber es ist so. Vor allem an Montagen trifft es Papa (und Hedi natürlich auch) am Schlimmsten. Sich nach unseren gemeinsamen Wochenenden zu verabschieden, fällt uns beiden von Mal zu Mal sichtlich schwer.

Schon auf der Autofahrt zum Kinderladen verhält sich mein kleiner, sonst so aufgeweckter Raketenkäfer stillschweigend und verzieht keine Miene. Nicht mal Hedis Lieblingssong von den "Halli hallo Halunken" kann ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Alle väterlichen Aufmunterungsversuche bleiben vergebens und lassen die Stimmung dort, wo sie ist: Im Keller!

Ihr könnt es euch sicherlich denken, was darauf folgt. Ein tränenreicher Abschied bei dem leider kein Auge trocken bleibt. Ich verabschiede mich kurz und bündig, gebe ihr einen Kuss und entferne mich flink aus dem Kinderladen. Zu guter Letzt gibt es am großen Fenster noch einen Luftkuss und siehe da, die dicken Krokodilstränen sind bereits ein wenig getrocknet.

Ich habe nach solch einem tränenreichen Start in die neue Woche natürlich erstmal Bauchschmerzen und bin ehrlich gesagt ziemlich durch den Wind. Es geht mir einfach jedes Mal an die Substanz, wenn ich meine kleine Hedi so traurig erleben muss. Natürlich bin ich mir bewusst, dass diese Trennung zum Leben dazugehört und wir ohne die Kinderladenbetreuung nicht arbeiten könnten. Hedi ist in einer wirklich wundervollen Einrichtung untergekommen und geht ansonsten sichtlich gerne in ihre Gruppe.

Nichtsdestotrotz habe ich jedes mal nach solch einem Abschied einen dicken Kloß im Hals, der meistens bis Mittags auch bleibt und sich erst dann in Luft auflöst, nach dem ich meine Hedi wieder in meinen Armen halten kann.