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Persönliches Lifestyle Blogazine für Eltern & Nicht-Eltern

Travel Diary Amsterdam // Tulpen, Fahrräder und Poffertjes

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Vielleicht eins gleich vorweg: Amsterdam ist sicherlich nicht die kinderfreundlichste Metropole, aber dennoch lohnt sich ein Abstecher dorthin. Für uns ging es also vergangene Woche gleich früh morgens mit KLM in die nur 1,5 Stunden entfernte Hauptstadt der Niederlande.

Wie vor jedem Flug mit Kleinkind bekam ich die Nacht davor natürlich vor Aufregung kaum ein Auge zu. Wer einmal mit einem schreienden Kind im Flugzeug saß, der weiß, dass man der Situation einfach hilflos ausgeliefert ist. Und obwohl Hedi schon ziemlich oft in ihrem kurzen Leben im Flieger saß, gibt es keine Garantie dafür, ob es diesmal cool sein wird oder nicht. Aber meine Sorgen waren (jedenfalls auf dem Hinflug) unbegründet, denn Hedi machte sich prächtig und hatte viel Spaß an Board.

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Angekommen in Amsterdam waren wir begeistert von den wunderschönen Fassaden der Innenstadt mit all den vielen Grachten und alten Herrenhäusern. Dank der wärmenden Sonne vertrieben wir uns die restliche Zeit, bis wir unser Appartement in der Herengracht beziehen konnten, auf einem Spielplatz. Hedi war im Paradies! Der bewachte Spielplatz war nur wenige Meter von unserer Unterkunft entfernt und mit reichlich Spielzeug ausgestattet.

Das war es aber auch schon mit dem Angebot für Kleinkinder. Denn ansonsten sucht man in Restaurants und Cafés meistens vergeblich nach Kinderstühlen oder Wickelkommoden. Beim Schlendern durch die Gassen standen wir mit unserem neuen Bugaboo Donkey Duo öfters vor größeren Herausforderungen. Kein Wunder, dass selbst die ganz Kleinen schon im Fahrrad durch die Gegend kutschiert werden. Ganz ohne Helm und mit einem Affenzahn, sah das für Außenstehende oft sehr gefährlich aus. Aber wie heißt es so schön: Andere Länder, andere Sitten!

Generell sieht man auf den Straßen Amsterdams wenig Kinder. Das liegt daran, dass die Elternzeit hier lediglich 10 Wochen dauert. Die Mamas gehen wieder arbeiten und die Kinder kommen in eine Tagesbetreuung. Verständlich, dass das Angebot für Kleinkinder daher gering ausfällt. Ein paar Tipps haben wir dennoch für euch. Der Zoo "Artis" in Amsterdam ist absolut sehenswert und ich würde fast sagen, einer der Schönsten, die ich bisher gesehen habe. Mit 20 Euro Eintritt pro Kopf nicht günstig, aber man kann dort den ganzen Tag mit den Raketenkäfern verbringen.

Das Zentrum mit seinen ganzen Coffee Shops ist nicht wirklich kinderfreundlich und auch ziemlich langweilig. Daher empfehlen wir euch das Viertel Jordaan. Wer es lebendig mag, der geht dort am Montag hin, wenn „Noordermarkt“ ist. Etwas ruhiger ist es am Dienstag. Die kleinen Gassen kann man super gemütlich entlang spazieren und sich dann in ein Café setzen. Auch ein großer Spielplatz ist dort, damit auch die Kinder etwas davon haben.

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Zum Glück findet Hedi es (noch) spannend sich in Geschäften aufzuhalten und so konnten wir uns in aller Ruhe mit ihr die "Negen Straatjes" anschauen. Die kleinen Shops und Boutiquen dort sind eine wunderbare Abwechslung zum Einheitsbrei der Innenstadt. Und da wir genug von Burger, Frietjes und Sandwiches hatten, machten wir zum Lunch einen Abstecher ins Nooch. Super leckere Drinks und Gericht und siehe da: Ein Kinderstuhl!

Auch sehr zu empfehlen Chinatown. Rund herum um den Zeedijk finden sich hier chinesische Restaurants, orientalische Geschäfte und sogar ein buddhistischer Tempel. Aber auch angesagte Stores wie Patta oder Commes de Garcons sind hier zu finden. Eine herrliche Abwechslung zum traditionellen Stadtbild.

Um den Amsterdam-Spirit spüren zu können mussten wir eigentlich gar nicht weit laufen. Denn die Gegend um unsere Unterkunft in der Altstadt war so bezaubernd schön, dass wir die Nachmittage gern dort verbrachten. Nicht unweit entfernt befand sich die Haarlemmerstraat. Hip, trendig und multikulturell wurde sie 2012 zur besten Einkaufsstraße der Niederlande ausgewählt. Vor allem das kulinarische Angebot ist super vielseitig. Nur eine Seitenstraße entfernt ist der "Speeltuin Herenmarkt" liegt der von mir oben erwähnte Spielplatz.

Wir haben die fünf Tage in Amsterdam total genossen, auch wenn Urlaub mit Kleinkind keinesfalls Entspannung bedeutet. Das Schönste nach so einer Reise sind doch die gemeinsamen Erfahrungen, die man dort als Familie sammelt. Die Erinnerungen, beim Anschauen der Bilder bleiben für immer. Und das Hedi seit Amsterdam gefühlte 100 neue Wörter beherrscht, werde ich sowieso nie vergessen.

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