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Travel Diary Südfankreich // Drei Wochen Sonne, Kind und Meer

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Was war ich aufgeregt als unsere lang geplanten Sommerferien näher rückten. Endlich drei Wochen die Seele baumeln lassen, den Alltag hinter uns lassen und Zeit als Familie verbringen. Jetzt wo Hedi straff auf die zwei Jahre zu geht, macht es unfassbaren Spaß mit ihr die Welt zu erkunden und ich würde sogar behaupten, dass es bis dato die schönste Zeit mit ihr ist.

Aber Hedi ist auch noch ein Kleinkind und Frankreich nicht gerade um die Ecke. Und so war die Anreise mit drei Koffern, Kinderwagen und Kindersitz per Flugzeug, danach ewiges Anstehen beim Mietwagenschalter und einstündiger Fahrt zum Ferienhaus mit etwas Hektik und kleineren Nervenbelastungstests verbunden. Dreißig Grad und eine nörglige Schwangere im 9. Monat sind natürlich auch nicht zu unterschätzen.

Am Ende sind wir aber doch immer ein bisschen stolz auf uns, dass wir es wieder und wieder schaffen aus Deutschland zu flüchten, um uns gemeinsam die Welt anzuschauen. Einfach das Kind bei Oma und Opa abgeben und dann allein verreisen kommt nicht in Frage. Dafür sind wir ja schließlich jetzt eine Familie.

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Auch wenn unsere erste Unterkunft, die wir über HomeAway gebucht hatten, nicht unseren Erwartungen entsprach, waren die ersten Tage oben in den Bergen der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur ein absolutes Erlebnis. Fernab von großen Touristenschwärmen genoßen wir das französische Leben und waren begeistert von kleinen Dörfern wie La Garde Freinet, Vidauban oder Le Plan-de-la-Tour. Wer das pure Frankreich mit kleinen Cafés, Wochenmärkten und dem typischen "C’est la vie" erleben möchte, ist dort genau richtig.

Dennoch ist es in den Bergen im Sommer ziemlich heiß und Mittags als Schangere kaum auszuhalten. Als dann in unserem Haus die Klimaanlage ausfiel und erst Tage später repariert werden sollte, entschlossen wir uns näher an die Küste zu fahren. Dort wurden wir mit einer weiteren Facette Südfrankreichs belohnt. Die Küstenorte Saint-Tropez, Sainte-Maxime und Saint Saint-Raphael standen auf unserer Liste und waren alle einen Besuch wert.

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Natürlich auch schon deshalb, weil die Strände dort traumhaft sind. Den Schönsten La Plage de Pampelonne auf unserer Reise fanden wir in Ramatuelle. Der Ort ist nur 2,5 km südöstlich von Saint-Tropez entfernt. Dort badete Hedi zum ersten Mal in ihrem Leben im Mittelmeer. Ein Moment den ich nie vergessen werde, denn sie hatte super viel Spaß dabei. Generell ist sie eine kleine Wasserratte und schreit schon immer vom Weiten "Waaaaaaaaasser", wenn sie das Meer sieht.

Nach 10 Tagen in diesen wundervollen Orten ging es dann für uns an der Küstenstraße weiter Richtung Cannes. Hier hatten wir vorab ein Ferienhaus gebucht, von dem aus wir den Rest der Region erkunden wollten. Als Großstädter war Cannes dann mal wieder eine tolle Abwechslung zu den kleinen Örtchen. Wir lieben einfach den Trubel und das Angebot und so waren wir dort genau richtig.

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Cannes ist eine tolle Stadt mit unglaublichem Flair, vielen Boutiquen, unfassbar gut bekleidetet Menschen, leckeren Restaurants und ständig blauem Meer vor der Nase. Was will man da eigentlich mehr? Natürlich ist es in der Hochsaison dort ziemlich voll und so braucht man mit dem Auto für 3 Kilometer manchmal eben auch 20 Minuten.

Da wir natürlich auch in dieser Gegend möglichst viel sehen wollten, machten wir alle paar Tage immer mal wieder einen Ausflug in eines der umliegenden Örtchen wie Mougins, La Napoule oder Théoule-sur-Mer. Empfehlenswert ist auch ein Tagesausflug auf die Îles de Lérins. Da uns in der letzten Woche Simons Eltern besuchten, waren diese Trips dann dank Unterstützung nur noch halb so anstrengend für uns.

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Eigentlich fing hier der Urlaub erst an, sich wie Urlaub anzufühlen. Denn Sommerurlaub mit dickem Babybauch und Kleinkind ist tatsächlich anstrengender als ich es mir vorgestellt hatte. Da kamen helfende Hände genau richtig. Und Hedi war begeistert mit Oma und Opa die Côte d'Azur zu entdecken. Dabei wurde jeder Stein umgedreht, Ameisen beobachtet, Papageien gefüttert, Scampis gepellt, im Wasser geplanscht, viel gelacht und gekuschelt.

Für die nächsten Urlaube sind Besuche von meinen oder Simons Eltern fest eingeplant, denn so kommen auch wir mal ein bisschen zur Ruhe. Abends konnten wir so auch entspannt ausgehen, während die Großeltern das Haus und Kind hüteten. Am Ende vergingen dann die zeitweise langen drei Wochen wie im Fluge und waren gespickt mit tollen Augenblicken.

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Es ist einfach wundervoll mit anzuschauen wie Hedi sich von Moment zu Moment verändert. Sie lernt unglaublich schnell neue Worte, spricht schon 4- und 5-Wort-Sätze, hat viel Humor und uns nicht nur einmal mit ihrer Klugheit und ihrem Geschick verblüft. Sie hat halb Frankreich mit ihrem "Mercis" um den Finger gewickelt und kennt schon jetzt den Charme, denn man als echte Lady braucht, um an ihr Ziel zu kommen.

Für den kommenden Sommerurlaub haben wir uns bislang unsere Ziele etwas kürzer gesteckt, denn schließlich gilt es dann zwei Raketenkäfer zu bespaßen. Aber auch das ist zu schaffen und der Blick auf die Urlaubsfotos zeigt es einfach immer wieder: Es lohnt sich mit Kindern die Welt zu entdecken, denn plötzlich sieht man sie auch aus einem ganz anderen Blickwinkel. Und all die schönen Erinnerungen werden für immer im Herzen abgespeichert und prägen nicht nur uns, sondern auch die Kleinen. Happy Traveling!