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Travel Guide Stockholm // Städtetrip für die ganze Familie

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Stockholm ist immer eine Reise wert - ob mit oder ohne Kind. Die coolste aller skandinavischen Städte macht es ihren Besuchern aber auch nicht wirklich schwer, sich in sie zu verlieben. In der schwedischen Hauptstadt stimmt einfach alles: Vom leckeren Essen, schönen bis skurrilen Sehenswürdigkeiten an Land und auf dem Wasser, aufgeschlossenen und freundlichen Landsleuten bis hin zu den zahlreichen Shoppingmöglichkeiten hat diese Stadt einfach alles zu bieten.

Für mich war es jetzt die dritte Reise dorthin und ich fühle mich in Stockholm einfach pudelwohl. Diesmal war allerdings einiges anders, denn wir reisten nicht nur als Paar, sondern als Familie mit Kleinkind. Aber wenn nicht dort, wo sonst in Europa sind Kinder so willkommen wie in der schwedischen Metropole. Kaum ein Land ist kinderfreundlicher und das spürten wir während des ganzen Urlaubs.

Kinder sind hier einfach überall gern gesehen. Ob in der Luxusboutique, im Museen oder im Restaurant: Die Kleinen gehören hier zum Leben dazu. Punkt! Überall sieht man Eltern mit Kinderwagen und dazu mindestens ein oder zwei Kindern an der Hand. In jedem Restaurant gibt es Wickelmöglichkeiten, Kinderstühle und Kindermenüs. Es gibt zahlreiche Indoorspielplätze für die Raketenkäfer - so dass es auch im Winter nie langweilig wird.

Hedi ist ja nun schon etwas reise erprobt, aber in keinem Urlaub ist sie bisher so auf ihre Kosten gekommen wie in Stockholm. Gut, bisher war das Entertainmentprogramm auch eher zweitrangig und wichtig war, dass wir an ihrer Seite sind. Aber nun mit 14 Monaten möchte sie beschäftigt werden und das nicht zu knapp. Sie ist ein echter Wildfang und bereit die Welt zu entdecken.

Wir mieteten uns vorab für sechs Nächte ins Scandic Grand Central ein. Ein familienfreundliches Hotel in bester zentraler Lage. Mir haben dort vor allem die Family Superior Zimmer gefallen, denn diese sind wunderbar groß und haben neben einem Bett auch eine bequeme Schlafcouch. Während Hedi am Abend dann gemütlich im großen Bettchen schlummerte, haben wir es uns mit Film und Weinchen auf der Couch gemütlich gemacht.

Das Frühstück war eines der morgendlichen Höhepunkte, denn es war ziemlich reichhaltig und vor allem mit regionalen Leckereien versehen. So gab es neben zahlreichen verdammt leckeren Brot- und Knäckebrotsorten, Heringssalat, die typische Blaubeersuppe und Köttbullar (ausgesprochen übrigens Schötbüllar). Nach der ausgiebigen morgendlichen Mahlzeit ging es dann für uns raus an die frische Luft.

Während Hedi im Kinderwagen ein Nickerchen machte, hatten wir Zeit für ein paar Shoppingausflüge. Ich muss mich in Stockholm immer ziemlich bremsen, um nicht in einen Kaufrausch zu verfallen. Mir gefällt der schlichte schwedische Stil einfach so gut und viele Labels, die es dort gibt, kennt hier niemand. Die Globalisierung ist dort zum Glück noch nicht ganz so stark angekommen.

Nach der Shoppingrunde war das Kind auch schon wieder wach und die Mägen knurrten. Wer in Schweden Geld sparen möchte, der sollte sich lieber Mittags den Bauch vollschlagen und eines der zahlreichen Lunch-Angebote nutzen. Hier gibt es schon für 10 bis 15 Euro pro Person eine warme Mahlzeit mit Vorspeisenbuffet, Softdrinks und zum Abschluss Kaffee oder Tee. Und ich kann euch sagen: Egal wo wir waren, es hat einfach immer super geschmeckt.

Mit vollen Bäuchen war dann endlich Hedi-Zeit und wir verbrachten so manchen Nachmittag im "Rum för Barn" (Unseren Erfahrungsbericht findet ihr hier) oder machten einen Ausflug auf die Insel Djurgarden und besuchten das Kindermuseum Junibacken (Simon berichtete bereits drüber) oder das Freilichtmuseum Skansen. Obwohl letzteres im Winter nicht wirklich zu empfehlen ist.

Es gibt in Stockholm tatsächlich eine Menge zu entdecken und das gilt für Kinder sowie auch Eltern. Hier kommen definitiv beide auf ihre Kosten. Wer also Lust auf einen kurzen Städtetrip hat, dem sei die schwedische Hauptstadt ans Herz gelegt. Wir kommen definitiv wieder.