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We did it again // Ein Geschwisterchen für unseren Raketenkäfer

Tiny, FamilyMareen4 Comments
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Hätte mir jemand vor 16 Monaten gesagt, dass ich eines Tages wieder eine bis dato kleine Kugel vor mir hertragen werde, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Ein zweites Kind? Niemals. Nochmal schwanger und kugelrund? Erneut die Geburt überstehen? Ein zweites Mal dieses unfassbar anstrengende erste Jahr durchleben? Unvorstellbar!

Ich erinnere mich noch an die Nacht, in der mich die Hebamme mit dem Rohlstuhl (jaaa, Rohlstuhl) nach Hedis Geburt aus dem Entbindungszimmer schob und sagte: "Beim Zweiten geht es dann leichter." Ich schaute sie entsetzt an und kommentierte, dass es ein zweites Mal mit Sicherheit nicht geben werde. Ich fühlte mich in dem Moment nämlich als hätte ich gerade als einziger Passagier einen Flugzeugabsturz überlebt. Bis heute trifft diese Aussage den Ablauf der Geburt unserer Tochter. Sieben Stunden Hammerwehen und dann war sie da. Zackig und schmerzhaft könnte man es auch beschreiben - für eine erste Geburt.

Und nun? Gefühlt ist unser Raketenkäfer jetzt aus dem Gröbsten raus. Sie ist ein kleines Zaubermädchen mit unendlich viel Energie und einer Lebensfreude, die mir oft (vor Glück) die Tränen in die Augen treibt. Das Leben mit ihr macht unglaubich viel Spaß und all die Anstrengungen, die hinter uns liegen, sind plötzlich wie weggeblasen. Und in genau diesen schönen Momenten habe ich mich oft erwischt und mir gedacht: Irgendwie sind wir als Familie noch nicht komplett! Irgendwie fehlt da noch jemand!

Wir alle denken ja ab und zu an die Zukunft und fragen uns, was sie bringen wird. Wie wir wohl in ein paar Jahren sein werden und wie sich unser Kind oder unsere Kinder entwickeln. Ob unser Leben ähnlich ist wie heute oder sich total verändert hat? Und in dieser Vorstellung sah ich immer zwei kleine Monster um Simon und mich herumwusseln. Zwei Mal pures Kinderglück!

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Diese Gedanken kamen mir schon als Hedi um die 8 bis 9 Monate alt war. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch gerade das Gefühl wieder in unser "altes" Leben zurückzukehren. Meine Figur war (fast) wieder da, die Nächte wurden ruhiger und länger, die erste gemeinsame Date-Night rückte näher und überhaupt machte ein Kind zu dem Zeitpunkt viel weniger arbeit als man früher dachte. Das alles jetzt wieder aufgeben. Puh! Ersteinmal lieber nicht.

Weihnachten fand meine Idee vom "Leben zu viert" dann auch bei Simon Anklang und wir waren uns einig: Hedi braucht ein Geschwisterchen. Nur drei Wochen später hielt ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Da hat es jemand wohl sehr eilig. Aber warum auch nicht? Dann sitzen wir an Weihnachten in diesem Jahr zu viert unter dem Baum. Passender könnte es gar nicht kommen.

In der Familie und im Freundeskreis waren die Augen groß als wir verkündeten erneut Eltern zu werden. "So schnell hintereinander? Da habt ihr euch was vorgenommen", hieß es ab und an. Tatsächlich ist das ein straffer Plan. Und ja, auch uns kommen ab und an Zweifel, ob wir das alles wuppen werden. Doch die letzten 1,5 Jahre waren für uns ein gutes Training für all das, was uns nun (erneut) bevorsteht.

Ab und an tönt es auch von Freunden mit zwei Kindern: "Beim Zweiten wird alles einfacher." Solche Aussagen bestärken unsere Entscheidung. Eine Entscheidung, die wir aus purer Liebe getroffen haben. Wir genießen unser Leben als Familie und haben uns noch nie angekommener und vollständiger gefühlt als heute. Und genau deshalb können wir es kaum erwarten, im Herbst unseren kleinen Sohn in die Arme zu schließen. ❤️

Outfit: Jumpsuit von Mamalicious. Danke!