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Persönliches Lifestyle Blogazine für Eltern & Nicht-Eltern

Wrap with love // Wer sein Baby liebt, der schiebt. Nein, trägt.

TinyMareen2 Comments

Bevor ich gleich ins Schwärmen gerate, möchte ich kurz anmerken, dass ich folgender Meinung bin: Nicht jedes Baby und jede Babytrage oder Tragetuch passen zusammen. Obwohl wahrscheinlich jeder Hersteller davon überzeugt ist, dass genau sein Modell das Beste ist, müssen Eltern am Ende selbst probieren, was ihnen und dem Baby gefällt.

Bevor Hedi auf der Welt war, empfahlen uns super viele Eltern das Manduca. Damit kamen wir aber überhaupt nicht klar und Hedi hasste es. Wir probierten Tragetücher oder andere Hersteller wie Bondolino oder ErgoBaby. Aber auch damit konnten wir uns nicht anfreunden. Nach einer kurzen Testphase landeten wir beim Marsupi und als Hedi dann größer wurde bei BabyBjörn. Unsere beiden absoluten Favoriten. Aber eben für uns. Das muss nicht für andere Babys oder Eltern gelten.

Auch bei Jano sind wir bisher mit dem Marsupi ganz gut gefahren und wollen später wieder zum BabyBjörn wechseln. Aber schon vor seiner Geburt, wusste ich, dass ich erneut einen Versuch wagen und etwas Neues ausprobieren werde. Auf Instagram habe ich den Solly Baby Wrap Carrier entdeckt. Ein Trageband, welches sich in Amerika schon großer Beliebtheit erfreut. Auch einige Mamas in Deutschland sind begeistert davon - bislang aber noch ein Geheimtipp.

Ich habe mir das Tuch (AJJ x Solly Baby) also für 65 Dollar im Online-Shop bestellt und musste es leider beim Zoll abholen. Aber nun gut, man kann es hier bei uns eben noch nicht kaufen. Dann lag es bis Janos Geburt im Schrank und vor ein paar Tagen holte ich es endlich raus. Ein bisschen gesträubt habe ich mich schon, denn auf den ersten Blick scheint die Bindetechnik kompliziert, wenn man bisher nur Babytragen benutzt hat. Ist es aber gar nicht. Mit Hilfe des Tutorials klappte es bei mir dann nach mehreren Anläufen.

Und schwuppst, noch nie ist ein Baby so schnell auf mir eingeschlafen. Nur 10 Sekunden im Tuch reichten aus, dass seine Augen zuklappten und er sie erst nach einer Stunde wieder öffnete. Vielleicht (wer weiß es schon) liegt es an der "Newborn"-Bindung. Keine Beine die umher zappeln können, sondern ein Gefühl wie in Mamas Bauch - ähnlich wie beim Pucken.

Der zweite positive Effekt ist, dass ich eigentlich kaum spürte, dass ich vor der Brust ein fast 5 Kilo Baby schleppte. Das mag daran liegen, dass die Kleinen im Solly Baby viel weiter oben liegen als bei den üblichen Tragen. Hier hängen die Kleinen weiter unten und nach einem intensiven Tag in der Trage, tut der Rücken schon mal weh. Dadurch, dass man sich das Babyband breit über die Schultern ziehen kann, wird der Rücken ziemlich gut entlastet.

Ich bin ziemlich überrascht und freue mich, meinen kleinen Minimann nun mit dem Solly Baby durch die Gegend schleppen zu können. Er liebt es getragen zu werden und das am liebsten den ganzen Tag. Wie schon Hedi mag auch er nicht wirklich abgelegt werden und ist von der Kategorie Kuschelbär. Aber was soll man mit 5 Wochen erwarten. Nähe und Liebe sind das, was die Kleinen jetzt am allermeisten brauchen.

Das die Tragebänder auch noch super gut aussehen, brauche ich wohl nicht erwähnen. Ich mag die sanften, aber auch knalligen Farben, die die Erfinderin und Mama von drei Kindern Elle für ihre neue Kollektion ausgewählt hat. Auch das man für ein schon vorhandenes Kleinkind ein Solly Baby Mini bestellen kann, ist super süß. So lernen schon die Kleinsten, dass Babys kleine Traglinge sind und eigentlich in den ersten Monaten weder Kinderwagen noch Bettchen brauchen. Von mir gibt es daher einen dicken Daumen hoch für das Solly Baby. Ich hoffe, dass man es bald auch in Deutschland kaufen kann.